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                                             Die Hans Schaden Revue

 

David Loscher erzählt in seinem Diplomprojekt die Geschichte seines Vorfahrens Hans Schaden. In dessen Nachlass gefundene Gedichte, Notizen und Dokumente dienen ihm als Grundlage für eine Revue voller Liebe, Familientragik und einer Prise Humor, umgesetzt mit 15 Musikerinnen und Musikern, Schauspielerinnen und Schauspielern. Der Schaden Hans (geboren 1922), der Lehrer und Musiker, der Stadtmensch: Er fiel auf, in der kleinen deutschen Gemeinde in Siebenbürgen; mit seinen Skiern und seinen Pumphosen, aber auch durch seine Lehrmethoden und seine Art war er geliebt, gehasst und verraten wurde… In russischer Kriegsgefangenschaft (1945 bis 1948) verfasste Hans Schaden unzählige Gedichte, die vom Alltag, dem Leid und der Hoffnung der Lagerinsassen berichten. Nach Hause zurückgekehrt, musste er feststellen, dass sich die Verhältnisse in seinem Heimatdorf grundlegend verändert hatten: Viele der deutschstämmigen Siebenbürger waren nach ihrer Flucht 1944 nicht mehr zurückgekehrt: die rumänischen Kommunisten beäugten die deutschsprachige Minderheit mit Misstrauen. Durch den Einsatz seiner Ehefrau Elsa erhielt Hans dennoch eine Lehrerstelle in der kleinen Gemeinde. Bis zu seiner Ausreise in die BRD 1974 setzte sich Hans Schaden für den Erhalt der deutschen Kultur und Tradition in Siebenbürgen ein: Er inszenierte Theaterstücke und leitete die Blaskapelle sowie verschiedene Chöre. Hans Schaden stirbt 1993 in einer kleinen Wohnung in Wiesbaden, welche er sich mit Elsa und seiner Schwiegermutter teilte.

Technik: Sebastian Schäfer, Alexander Knoppik, Christian Rall 
Video Dokumentation: Max Viktor Herbert, Tilmann Rödiger 
Foto Dokumentation: Karolina Sobel
Plakat: Bea Stach

BetreuerIn:
Prof. Heike Schuppelius
Prof. Andrei Ujica
Dr. Stephan Krass
Prof. Michael Bielicky
Frank Halbig